{"id":2590,"date":"2023-02-22T09:51:45","date_gmt":"2023-02-22T09:51:45","guid":{"rendered":"https:\/\/ghanaforum.nrw\/?p=2590"},"modified":"2023-05-19T11:38:44","modified_gmt":"2023-05-19T11:38:44","slug":"presseinformation-bmz-bmas-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ghanaforum.nrw\/fr\/presseinformation-bmz-bmas-2\/","title":{"rendered":"Presseinformation BMZ &amp; BMAS"},"content":{"rendered":"\n<h6 class=\"wp-block-heading\">ZENTREN F\u00dcR MIGRATION UND ENTWICKLUNG<\/h6>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Deutschland richtet entwicklungspolitische Zusammenarbeit im Bereich Migration neu aus \u2013 Startschuss in Ghana<\/h1>\n\n\n\n<p>21. Februar 2023 | Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziales (BMAS)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Als Teil des Paradigmenwechsels in der deutschen Migrationspolitik richtet die Bundesregierung auch ihre Entwicklungszusammenarbeit in diesem Bereich neu aus. Ziel ist, sichere, regul\u00e4re und geordnete Migration zum gegenseitigen Vorteil zu nutzen. Anl\u00e4sslich ihres Besuchs in Ghana geben Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil heute den Startschuss f\u00fcr diese Neuausrichtung mit einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung mit dem ghanaischen Arbeitsminister.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kern der Vereinbarung ist der Ausbau des seit 2017 bestehenden ghanaisch-deutschen Migrationsberatungszentrums in Accra zu einem umfassenden \u201eZentrum f\u00fcr Jobs, Migration und Entwicklung\u201c. Das Zentrum in Accra ist Teil der gr\u00f6\u00dferen Leuchtturminitiative \u201eZentren f\u00fcr Migration und Entwicklung\u201c, f\u00fcr die das Entwicklungsministerium (BMZ) 150 Millionen Euro \u00fcber drei Jahre und derzeit neun L\u00e4nder vorsieht. Weitere Zentren sind in Marokko, Tunesien, \u00c4gypten, Jordanien, Nigeria, Irak, Pakistan und Indonesien geplant.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze<\/strong>: \u201eDie Bundesregierung hat einen Paradigmenwechsel in der deutschen Migrationspolitik beschlossen. Das betrifft auch unsere Entwicklungszusammenarbeit. Richtig gesteuert birgt Migration enormes Potenzial f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung in unseren Partnerl\u00e4ndern, aber auch bei uns. W\u00e4hrend viele L\u00e4nder, wie zum Beispiel Ghana, vor der Herausforderung stehen, Jobs f\u00fcr ihre junge, wachsende Bev\u00f6lkerung zu schaffen, sorgt der demografische Wandel in Deutschland daf\u00fcr, dass wir in vielen Bereichen h\u00e4nderingend Arbeitskr\u00e4fte ben\u00f6tigen. Am Beispiel Ghanas k\u00f6nnen wir zeigen, dass wir sowohl f\u00fcr die Situation dort wie auch bei uns gemeinsame gute L\u00f6sungen finden k\u00f6nnen. Das bestehende ghanaisch-deutsche Migrationsberatungszentrum hilft bisher vor allem r\u00fcckkehrenden Ghanaern bei der Reintegration. Wir wollen aus dieser Einbahnstra\u00dfe eine Zweibahnstra\u00dfe machen und das Zentrum zum gegenseitigen Nutzen weiterentwickeln. Das Zentrum soll f\u00fcr ein modernes, ganzheitliches Verst\u00e4ndnis von Migration stehen, bei dem Deutschland nicht nur Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr unseren Arbeitsmarkt ausbildet und gewinnt, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Jobs in Ghana voranbringt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bundesarbeitsminister Hubertus Heil<\/strong>: \u201eFachkr\u00e4ftesicherung ist Wohlstandssicherung f\u00fcr unser Land. Wir m\u00fcssen alle Register im In- und Ausland ziehen, um qualifizierte Fachkr\u00e4fte zu gewinnen. Deshalb schaffen wir mit dem Fachkr\u00e4fteeinwanderungsgesetz das modernste Einwanderungsrecht in Europa. Es ist wichtig, in den L\u00e4ndern vor Ort \u00fcber regul\u00e4re Wege der Migration aufzukl\u00e4ren und \u00fcber die Anforderungen des europ\u00e4ischen Arbeitsmarkts zu informieren. Das Migrationsberatungszentrum hier vor Ort erf\u00fcllt dabei eine wichtige Funktion als zentrale Anlaufstelle zur Information und Beratung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das in der ghanaischen Hauptstadt Accra ans\u00e4ssige Migrationsberatungszentrum besteht bereits seit 2017 als ghanaisch-deutsche Kooperation. Bisher lag der Fokus auf der Reintegration von r\u00fcckkehrenden Migrantinnen und Migranten und der Schaffung von Perspektiven vor Ort durch Unterst\u00fctzung bei der Existenzgr\u00fcndung. Unter dem neuen Ansatz sollen Menschen, die aus Ghana auswandern wollen, verst\u00e4rkt auch zu legalen Migrationswegen nach Deutschland, in die&nbsp;EU, aber auch in andere afrikanische Staaten beraten werden. Die Beratung wird erg\u00e4nzt durch Qualifizierungsma\u00dfnahmen \u2013 beispielsweise durch eine engere Verkn\u00fcpfung bestehender Projekte zur beruflichen Bildung. Daf\u00fcr investiert das&nbsp;BMZ&nbsp;allein in Ghana knapp zehn Millionen Euro \u00fcber die n\u00e4chsten drei Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich dazu beteiligt sich die&nbsp;EU&nbsp;mit knapp sechs Millionen Euro. Was urspr\u00fcnglich als deutsch-ghanaische Kooperation begonnen hat, wird k\u00fcnftig als \u201eGhanaisch-Europ\u00e4isches Zentrum f\u00fcr Jobs, Migration und Entwicklung\u201c weiter ausgebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zentrum in Accra ist Teil der gr\u00f6\u00dferen\u00a0BMZ-Leuchtturminitiative \u201eZentren f\u00fcr Migration und Entwicklung\u201c, f\u00fcr die das\u00a0BMZ\u00a0150 Millionen Euro \u00fcber drei Jahre vorsieht. Die Zentren sollen konkret regul\u00e4re Migration zu Arbeits- und Ausbildungszwecken unterst\u00fctzen. Dabei steht der entwicklungspolitische Nutzen im Vordergrund, damit Herkunftsl\u00e4nder \u2013 zum Beispiel durch Ausbildung und Wissenstransfer \u2013 ebenso profitieren wie Ziell\u00e4nder und Migrantinnen und Migranten. Gleichzeitig kl\u00e4ren die Zentren im Sinne eines 360-Grad-Ansatzes auch zu Gefahren irregul\u00e4rer Migration auf und unterst\u00fctzen R\u00fcckkehrerinnen und R\u00fcckkehrer bei der Reintegration. Weitere Zentren sind in Marokko, Tunesien, \u00c4gypten, Jordanien, Nigeria, Irak, Pakistan und Indonesien geplant.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Leuchtturminitiative steht f\u00fcr eine Migrationspolitik, die zum Ziel hat, sichere, regul\u00e4re und geordnete Migration zum Gewinn f\u00fcr alle zu gestalten, indem mehr umfassende Migrationspartnerschaften geschlossen werden, die alle Aspekte von Migration einschlie\u00dfen: F\u00f6rderung legaler Migrationswege, Eind\u00e4mmung irregul\u00e4rer Migration, die R\u00fcckkehr von Menschen ohne Aufenthaltsberechtigung und die Unterst\u00fctzung bei nachhaltiger Reintegration durch die Schaffung von Perspektiven vor Ort. Das&nbsp;BMZ&nbsp;setzt sich f\u00fcr eine entwicklungsorientierte Gestaltung von Migration in all ihren Facetten ein und baut dabei auf langj\u00e4hrige starke Partnerschaften mit vielen Herkunftsl\u00e4ndern auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zentren f\u00fcr Migration und Entwicklung flankieren auch die Strategie der Bundesregierung zur Fachkr\u00e4ftegewinnung. Angesichts des demographischen Wandels w\u00e4chst in Deutschland der Bedarf an Fachkr\u00e4ften aus dem Ausland. Dagegen sehen sich viele Entwicklungsl\u00e4nder mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit konfrontiert und haben daher gro\u00dfes Interesse an Arbeitsmigration, die ihren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern Zugang zu Wissen und internationaler Ausbildung erm\u00f6glicht. Auch in Ghana sind Gr\u00fcnde f\u00fcr die Migration vor allem niedrige Einkommen, ein Mangel an Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fcr junge Menschen und daher eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Arbeitsmigration kann ein Weg sein, den Arbeitsmarkt zu entlasten. Die ghanaische Regierung erkennt das Potenzial von Arbeitsmigration, zum Beispiel \u00fcber R\u00fcck\u00fcberweisungen und Wissenstransfer die sozi\u00f6konomische Entwicklung Ghanas voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Presseinformation Homepage Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:<br><a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/aktuelles\/aktuelle-meldungen\/schulze-heil-ghana-zusammenarbeit-im-bereich-migration-142668\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutsch<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u00a9 2023&nbsp;Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ZENTREN F\u00dcR MIGRATION UND ENTWICKLUNG Deutschland richtet entwicklungspolitische Zusammenarbeit im Bereich Migration neu aus \u2013 Startschuss in Ghana 21. 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